Zementerzeugung

Zement wird aus Portlandzementklinker, Gips und Zumahlstoffen, die in den Normenbezeichnungen der Zementsorten angeführt werden. Der Produktionsprozess von Zement und bindemittelfeinen Produkten in Wietersdorf und Peggau ist ähnlich, da in beiden Werken Kugelmühlen eingesetzt werden, wo eine gemeinsame Vermahlung der Ausgangsstoffe erfolgt.

Wie an allen Stufen unseres Prozesses wird auch der Mahlvorgang analytisch begleitet und beginnt bei der Qualitätssicherung des Klinkers sowie der Zumahlstoffe. Darüber hinaus werden während des Mahlvorganges engmaschige Analysen des Zementes durchgeführt und auf festgestellte Schwankungen sofort reagiert.

Das Ergebnis des Mahlprozesses sind gleichmäßige Zemente, Betonzusatzstoffe und Spezialbinder, die in Säcken bzw. in loser Form an die Kunden geliefert werden. Die weitere Beprobung und betontechnologische Überprüfung erfolgt anhand von Versandproben sowie direkt in den eigenen Betonmischanlagen.

Der Zementklinker wird gemeinsam mit Hüttensand, Flugasche, Kalkstein und Sulfatträger (Gips) in Kugelmühlen vermahlen. Die Art und Menge der einzelnen Bestandteile sowie die Mahlfeinheit werden in Abhängigkeit von der gewünschten Zementsorte gemäß der Zementnorm EN 197-1 gewählt.
Nach der Mahlung wird der Zement in loser Form sowie verpackt bereitgestellt. Die Verladung des Losezementes, der über 90 % der Zementmenge ausmacht, erfolgt vollautomatisch.

Die Mahlfeinheit wird durch die spezifische Oberfläche (Blainewert) beschrieben. Sie trägt im Allgemeinen 3000-5000 cm2/g Zement.
Prinzipiell gilt: Je größer die spezifische Oberfläche ist, desto rascher findet die Reaktion mit Wasser statt, desto höher ist die Wärmetönung (Hydratationswärme) bei der Erhärtung und desto rascher entwickelt sich die Festigkeit. Als Hydratationswärme wird jene Erwärmung bezeichnet, die bei der Reaktion des Zements mit Wasser (Hydratation) entsteht.

Der fertige Zement wird aus den Vorratsilos heraus direkt in Silo-Transportfahrzeuge verladen oder in 25-kg-Säcken verpackt. Und das praktisch staubfrei, weil die Zementindustrie modernste Verladeanlagen und Packmaschinen verwendet.

Entlang des gesamten Prozessen werden regelmäßig Proben aller Roh-, Zwischen- und Endprodukte gezogen. Im Ablaufschema sind jene Probenahmestellen mit automatischer Probenahme sowie Rohrpostversand zum zentralen Produktionslabor als rote Linien eingezeichnet. Die strichlierten Linien bedeuten, dass die Proben an diesen Stellen manuell gezogen und danach im Produktionslabor eingegeben werden.

Es können ca. 80.000 Proben pro Jahr analysiert werden. Dadurch können unsere Mitarbeiter den Zement-Herstellprozess mit Hilfe von intelligenten Systemen optimal steuern.