Zementerzeugung

Zement wird aus Portlandzementklinker, Gips und Zumahlstoffen, die in den Normenbezeichnungen der Zementsorten angeführt werden. Der Produktionsprozess von Zement und bindemittelfeinen Produkten in Wietersdorf und Peggau ist ähnlich, da in beiden Werken Kugelmühlen eingesetzt werden, wo eine gemeinsame Vermahlung der Ausgangsstoffe erfolgt.

Wie an allen Stufen unseres Prozesses wird auch der Mahlvorgang analytisch begleitet und beginnt bei der Qualitätssicherung des Klinkers sowie der Zumahlstoffe. Darüber hinaus werden während des Mahlvorganges engmaschige Analysen des Zementes durchgeführt und auf festgestellte Schwankungen sofort reagiert.

Das Ergebnis des Mahlprozesses sind gleichmäßige Zemente, Betonzusatzstoffe und Spezialbinder, die in Säcken bzw. in loser Form an die Kunden geliefert werden. Die weitere Beprobung und betontechnologische Überprüfung erfolgt anhand von Versandproben sowie direkt in den eigenen Betonmischanlagen.

Der Zementklinker wird gemeinsam mit Hüttensand, Flugasche, Kalkstein und Sulfatträger (z. B. Gips) (rd. 5 %) in Kugelmühlen vermahlen. (Art und Menge der einzelnen Bestandteile sowie die Mahlfeinheit werden in Abhängigkeit von der gewünschten Zementsorte gemäß der Zementnorm EN 197-I gewählt).
Art und Menge der einzelnen Bestandteile und die Mahlfeinheit des Zements beeinflussen die physikalischen und zementtechnologischen Eigenschaften des Zementproduktes.

Die Mahlfeinheit wird durch die spezifische Oberfläche (Blainewert) beschrieben. Sie trägt im Allgemeinen 3000-5000 cm2/g Zement.
Prinzipiell gilt: Je größer die spezifische Oberfläche ist, desto rascher findet die Reaktion mit Wasser statt, desto höher ist die Wärmetönung (Hydratationswärme) bei der Erhärtung und desto rascher entwickelt sich die Festigkeit. Als Hydratationswärme wird jene Erwärmung bezeichnet, die bei der Reaktion des Zements mit Wasser (Hydratation) entsteht.

Der fertige Zement wird aus den Vorratsilos heraus direkt in Silo-Transportfahrzeuge verladen oder in 25-kg-Säcken verpackt. Und das praktisch staubfrei, weil die Zementindustrie modernste Verladeanlagen und Packmaschinen verwendet.

Während der Produktion und vor dem Verlassen des Werkes wird der Zement in werkseigenen Laboratorien laufend überprüft. Die chemische und mineralogische Zusammensetzung der Rohstoffe sowie der Zwischenprodukte und insbesondere die mörteltechnischen Eigenschaften der Endprodukte werden ermittelt und überwacht. Zusätzlich werden von akkreditierten Prüf- und Überwachungsstellen Stichproben gezogen. Alle relevanten Qualitätsmerkmale werden geprüft und die Ergebnisse der werksinternen Überwachung kontrolliert. So kann der Verbraucher sicher sein, immer nur allerbeste Qualität zu erhalten. Auf jedem Lieferschein und jedem Zementsack befinden sich wichtige Bezeichnungen wie die genaue Normenbezeichnung und das CE-Konformitätszeichen, die Sicherheitshinweisen und zusätzliche Angaben.